Marlies Odehnal

Marlies Odehnal vita
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Wenn menschliche Träume und moderne Technik miteinander verschmelzen, können unnachahmliche Kunstwerke entstehen. Ein Beispiel dafür sind die digitalen Gemälde von Marlies Odehnal. Mit Hilfe des Computers bringt die Frankfurter Malerin abstrakte Formen und Figuren zu Papier, deren Farbenreichtum und Ausdruckskraft faszinieren.

Ganz bewusst sind bei der Ausstellung Aquarell-, Acryl- und Digitalbilder, die ähnliche Motive zeigen, nebeneinander platziert, um dem Betrachter den Unterschied zwischen handgefertigter und computerisierter Maltechnik zu verdeutlichen. "Bilder, die im Rechner entstanden sind, wirken glatter und weisen nicht so lebendige Strukturen auf wie Acryl-Gemälde", erklärt Frau Odehnal. Allen Bildern gemein sind die kräftig leuchtenden Farben, die seit jeher eine wesentliche Inspiration im Leben der aus Herne, Westfalen, stammenden Künstlerin sind.

Nachdem Marlies Odehnal 1965 nach Frankfurt umzog, lag ihre Leidenschaft jedoch lange Zeit brach – Beruf und Familie nahmen sie voll in Anspruch. Erst in den 90er Jahren flammte die alte Mal-Lust wieder auf. Nach Seminaren in Dänemark, in der Toscana, der Provence und auf Sylt besuchte die Künstlerin 1994 für zwei Jahre die Abendklasse der Städelschule. Akt-, Aquarell- und Acryl-Malerei standen ebenso auf dem Stundenplan wie Monotypie, Farbenlehre und Kunstgeschichte. Bei chinesischen Künstlern vertiefte sich ihre Kenntnisse. "Die Zhou Brüder haben mir eine Maxime beigebracht: Ein gutes Bild muss den Betrachter berühren." Daher male sie wenig Gegenständliches und gebe ihren Darstellungen nur ungern Titel, weil dies den Betrachter von der eigenen Interpretation ablenkt.

Seitdem Frau Odehnal vor zwei Jahren die Digitalkunst entdeckte, vertauscht sie die Holzstaffelei immer häufiger mit der virtuellen Farb-Palette. "Mittlerweile entsteht die Hälfte meiner Bilder am Computer. Mich begeistern die schier unerschöpflichen kreativen Möglichkeiten des Mediums." Man könne einfach per Mausklick drauflos malen, Aquarelle einscannen und nachbearbeiten oder verschiedene Bildebenen beim so genannten "Photo Composing" mischen. Auf diese Weise ließe sich die Aufnahme einer Pappel-Allee an der Nidda in eine futuristische Mondlandschaft verwandeln – wochenlanges Tüfteln in ihrem Rödelheimer Atelier vorausgesetzt.

Ihre Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer möchte Marlies Odehnal jetzt auch an Anfänger weitergeben. So sollen im Internet-Café des Auguste-Oberwinter-Hauses, das sie als ehrenamtliche Helferin betreut, demnächst Kurse in digitaler Fotogestaltung angeboten werden.

Kontakt:
Marlies Odehnal
Frankfurt am Main
odem@arcor.de
www.artodem.de